English Deutsch

roman16 bvdm-Referenzbilder Für visuelle Bewertung, Verarbeitung und Ausgabe in Medienvorstufe und Druck

Die roman16 bvdm-Referenzbilder sind speziell erarbeitete Testmotive für visuelle Bewertungen, Verarbeitungen und Ausgaben in der Medienvorstufe und im Druckprozess. Sie ermöglichen umfassende Aussagen über Farbwiedergabe und Details der Bildwiedergabe im Produktionsprozess.

Die roman16 bvdm-Referenzbilder bestehen aus digitalen Daten auf DVD-ROM und einer Dokumentation. Auf der DVD-ROM sind Datensätze der Bilder im Farbmodus ECI-RGB und als CMYK-Separationen in der Auflösung 700 dpi enthalten. Die CMYK-Dateien sind als 16-bit-Daten und 8-bit-Daten vorhanden. Sie wurden in Adobe Photoshop CS3 mit der Adobe (ACE) CMM (Colour Matching Module) und dem perzeptiven Rendering Intent (wahrnehmungsbezogen) in ISO Coated v2 (ECI) konvertiert. Weiterhin sind die aktuellen Charakterisierungsdaten FOGRA39, das aktuelle Profil ISO Coated v2 (ECI) und das RGB-Profil eciRGB v2 auf der DVD-ROM.

Mit den roman16 bvdm-Referenzbildern hat der Bundesverband Druck und Medien e.V. (bvdm) eine Bilderserie zur Prüfung und Beurteilung der gesamten Produktionskette Druck und speziell der Medienvorstufe geschaffen. Es wurde darauf geachtet, eine Motivserie zu entwickeln, die zum einen eine ästhetisch geschlossene Familie bildet, zum anderen die Bildkriterien enthält, die für die geplanten Prüfzwecke von Bedeutung sind. Aus langer Arbeitserfahrung wurde die Erkenntnis gewonnen, dass sich Bilder mit nur wenigen Gegenständen gut als Testbilder eignen. Wichtig ist, dass die Problemstellungen ohne Worte und langes Suchen selbst für einen Neueinsteiger schnell ersichtlich sind. Die Referenzbilder tragen dem Rechnung.

Um Unterschiede in den Farbharmonien und deren Darstellung herausarbeiten zu können, wurde eine reduzierte Bildsprache gewählt. Das heißt gleiche Bildformate, gleiche Bildausschnitte, gleiche Lichtsetzung, gleicher Motivabstand, gleiche Bildanteile von Person und Hintergrund. Neben den Farben wurde das Hauptaugenmerk auf eine optimale Durchzeichnung in allen Bildbereichen, auf Feindetails und auf Bildschärfe gelegt.

Inhalte, Stofflichkeit und Plastizität wurden in einer modernen und reduzierten Form leicht lesbar gemacht. Die Primär-, Sekundär- und auch Tertiärfarben sind in einer ansprechenden Form durch Personen, Accessoires, Mode und Hintergründe repräsentiert.

Als wichtigstes Bewertungskriterium für die Qualität von Bildern kommt das menschliche Auge zum Einsatz. Bei den Bildern im ECI-RGB-Farbraum wurden die Bunttonwinkel in etwa passend zu den Offset-Eckfarben gewählt. Die Bilder sind zwar etwas bunter, aber nicht extrem bunt und entsprechen also einer realen Szenenfärbung. Es werden alle Grundfarben abgedeckt, insbesondere solche, bei denen sich Farbabweichungen leicht störend auswirken können. Diese Bereiche liegen außerhalb der meisten CMYK-Druckfarbräume und verändern sich daher bei der Separation am meisten. So kann es bei der Konvertierung in einen relativ kleinen Farbraum zu Tonwert- und Zeichnungsverlusten kommen, die bestimmte Bildbereiche flach erscheinen lassen. Tonwertsprünge und ähnliche Unregelmäßigkeiten in gleichmäßigen Verläufen sind Auswirkungen einer ungleichmäßigen Tonwertverteilung. Ein entsprechender Verlauf befindet sich nicht nur in den meisten Bildern, sondern wurde zusätzlich einmal neben jedem Bild positioniert. Dem Lichter-, Mittelton- und Tiefenbereich ist jeweils ein Bild in Farbe und Schwarz/Weiß (Abkürzung, englisch: BW) gewidmet, um die Grauachse prüfen zu können. Zusätzlich gibt es jeweils ein repräsentatives Bild für die Braun-, Oliv und Pastelltöne sowie ein extrem buntes Bild als Ergänzung. So geben die roman16 bvdm-Referenzbilder einen guten Überblick aller wichtigen Farbtöne eines Farbraums. Des Weiteren enthalten die Bilder verschiedenste Hauttöne, die schon leichte Farbschwankungen schnell erkennen lassen.

Die RGB-Versionen der drei BW-Bilder können zur Überprüfung der Grauwiedergabe und des Schwarzaufbaues von CMYK-Druckprofilen verwendet werden. Ein Anwendungsfall ist z.B. eine Anzeige mit Schwarz-Weiß- Motiven, die vierfarbig gedruckt wird, um einen besseren Kontrast zu erzielen. Die CMYK-Versionen der drei BW-Bilder, Separationen mit ISO Coated v2 (ECI), können z.B. zur einheitlichen Überprüfung der Grauwiedergabe im Auflagendruck und zur Bewertung der Prozesskalibration (Tonwertspreizung, Farbannahme) verwendet werden.

Die Graustufen-Versionen der drei BW-Bilder können zusätzlich zur Beurteilung der Schwarzsimulation eines digitalen Prüfdrucksystems dienen. Diese Systeme verwenden neben der Farbe Schwarz auch Buntfarben zur Simulation des einfarbigen Druckes mit schwarzer Druckfarbe. Dies kann zu unterschiedlichen Farbstichen in verschiedenen Tonwertbereichen des Prüfdruckes führen.

Hauptzweck der roman16 bvdm-Referenzbilder ist die Überprüfung der Umsetzung von RGB-Daten in CMYK-Daten der jeweils gewählten Druckbedingung. Folgende Einsatzbereiche sind für den Anwender von zentralem Interesse.

Übersicht der möglichen Einsatzbereiche

Verschiedene Profile für die CMYK-Datenerzeugung aus den RGB-Bilddatensätzen bewerten

Vorhandene Profile verwenden, z.B. ISO Coated v2 (ECI)

Selbst erstellte Profile verwenden

Vergleich der Separationsergebnisse am Monitor

Vergleich der Separationsergebnisse über Proofausgabe (Gamut-Mapping) und im Auflagendruck (Schwarzaufbau, Flächendeckungssumme)

Vergleich mit Referenzdatei/CMYK bzw. Referenzproof

Rendering Intents (Wege zum Farbauszug) vergleichen

Relativ farbmetrisch mit Tiefenkompensation

Perzeptiv (perceptual)

Vergleich der Farbraumwiedergabe am Monitor

Vergleich der Farbraumwiedergabe über Proofausgabe

Verschiedene Versionen von CMM (Colour Matching Modules) überprüfen